Von wegen, alle tragen Karo.Damals, als es noch „Tragbar” im Bahnhofsviertel gab, das Sozialkaufhaus von „SOS", konnten sich auch Geringverdiener etwas Besonderes leisten und sich damit überall sehen lassen. Hemd für zwei Euro auf „Thonet" für 922 Euro. Ein Stuhl, der bei der Anschaffung mal 150 Mark gekostet hat und jetzt wie ein Museumsstück behandelt wird:
Nicht anfassen. Nicht draufsetzen.
Vor etwa zehn Jahren setzte sich nämlich ein über Adorno philosophierender Philosoph auf den Stuhl – und dann war es passiert. Er ist zwar unbrauchbar zum Sitzen, aber immer noch schön wie eh und je – wahrscheinlich der schönste Stuhl, der je hergestellt worden ist. Wenn kein Hemd darüber hängt (so etwas Schönes zieht man an), liegen die Lieblingsbücher darauf.
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