Ein Lapsus der Kapelle beim Laternenfest auf der Sprudelplatte: Als die Band „Hallo Velbert” rief, antworteten die Menschen vor der Bühne spontan mit „Neviges, Neviges, Neviges”. Dann war das nächste Stück dran.
So oder so ähnlich ist es am Freitagabend hier passiert. 50 Jahre Velbert? Gemeint ist die kommunale Neugliederung von 1975, der Zusammenschluss der Stadtteile Mitte, Langenberg und Neviges. Ziel der Obrigkeit war es, das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Einwohner zu aktivieren (und auch ein bißchen sich selbst zu feiern). Gelungen ist es nach Meinung vieler eher nicht. Gar nicht. Ein Logo, das die meisten nicht verstanden, ein paar schöne Feste (die größten in Mitte) – das war's.
Neviges ist Neviges.
Und Mitte ist für Nevigeser bestenfalls ein Ort für Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und Behördengänge. „Nach Velbert kriegt man uns nicht hin”, sagen einige im Dorf.
Dass sie inzwischen selbst Velberter sind – egal.
Nächste Chance (wenn es noch ein Thema ist): 2075.
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