Anspruchsvoll und heiter, eher was für Architektur-Kenner und nicht unbedingt das, was man unter dem Titel „Auf dem Weg in die Moderne – Sakralbauinkunabeln in Velbert“ erwartet hatte.
Aber der Reihe nach: Baudezernent Ostermann eröffnete den Abend wie immer locker und professionell, Referent Martin Struck holte weit aus – von Frei Ottos Zeltarchitektur über Corbusiers Meisterwerk in Ronchamp zur Familie Böhm, die mehr geschaffen hat als den Mariendom in Neviges, und bestätigte, was man von ihm erwartet: Er kennt sich aus in der Nachkriegsarchitektur (auch mit Flachdächern), sondern überhaupt, besonders mit gebogen oder abgehängten Dächern weltweit. Kirchen sind stadtprägend.
Neue Erkenntnisse? Unbedingt: Das Dach des Doms ist Böms Meisterstück und viel komplexer als man von außen erwartet.
Beste Nachfrage: Warum ist es im Dom so kalt? Antwort: Der Kölner Dom hat auch keine Heizung … Wann wird der Dom wieder heller? Antwort: Erst mal nicht (ohne Moos nix los – noch nix los) … Kann der Altar in die Mitte gestellt werden? Antwort: Jederzeit, aber überlegt euch das gut.
Struck: Ihr könnt stolz sein auf euren Dom. Mit dem Begriff „Inkunabeln" hatten einige Schwierigkeiten. Wolfgang Beinert kennt den Begriff. Aber war das so gemeint von Struck?
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