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Wie die Russen vom Westen völlig enttäuscht sind - OMG

Als ich 2009 das erste Mal nach Russland kam, war ich über die positive Einstellung welche die Russen über Amerika und Europa hatten etwas erstaunt. Leuten die ich getroffen habe gaben mir den Eindruck, sie bewunderten den Westen und meinten, alles wäre super gut dort. Besonders gegenüber Deutschland und den Deutschen waren sie sehr gut zu sprechen. Mein Versuch ihnen zu erklären, es wäre nicht alles Gold was glänzt, der Westen wäre kein Paradies, es gebe viel schlechtes dort, haben sie nicht hören wollen. Ihr Bild vom Westen war durch Hollywood-Filme und überhaupt westlicher Propaganda stark geprägt.

Der amerikanische Traum: Illusion oder Realität?

Ich besuchte die Städte Moskau und Sankt Petersburg und war positiv überrascht über was ich gesehen habe. Die Grösse dieser Metropolen war für mich beeindruckend. Mit rund 15,1 Millionen Einwohnern ist Moskau die grösste Agglomeration Europas. Die Bauten, Parkanlagen, Kirchen (300 davon), Theater (über 100), Museen und Galerien, Restaurants, Einkaufszentren, Hochhäuser mit dem 540 Meter hohe Ostankino-Turm, das höchste Bauwerk Europas, acht Fernbahnhöfen, drei internationalen Flughäfen und drei Binnenhäfen, bietet Moskau unbegrenzte Möglichkeiten.

In Moskau habe ich Strassen in der Stadt überquert, die 10 Spuren hatten ... auf einer Seite, also 20 Spuren gesamt. So breite Strassen hatte ich auf der ganzen Welt noch nie vorher gesehen. Die Promenade am Ufer der Moskwa, der Fluss der durch Moskau fliesst, ist wunderschön und der riesige Gorki-Park der daneben liegt ebenso. Man kann mit Schiffe einen Ausflug auf dem Wasser unternehmen oder mit den Doppeldeckerbussen eine Stadtrundfahrt machen, bestückt mit Kopfhörer, welche die Sehenswürdigkeiten in 8 Sprachen erklären.

Sankt Petersburg ist für mich aber die schönste und tollste Stadt Russlands, ist mit fünf Millionen Einwohnern die nach Moskau zweitgrösste Stadt Russlands und die viertgrösste Europas. Man merkt sofort an Hand der Architektur der Bauten, hier haben Zaren regiert, war vom 18. bis ins 20. Jahrhundert die Hauptstadt des Russischen Kaiserreiches. In der historische Innenstadt befinden sich 2'300 Paläste, Prunkbauten und Schlösser, die seit 1991 als Weltkulturerbe der UNESCO eingestuft sind.

Ich habe schon sehr viel der Welt gesehen, habe auf allen Kontinenten gelebt, alle wichtigsten Städte besucht, aber was Sankt Petersburg darstellt und bietet ist überwältigend, ja einmalig. Die Kunstsammlungen, die Theater, die Literatur, das Ballett und die Musik der Stadt besitzen Weltgeltung. Es gibt 221 Museen, 100 Theater und 80 Konzerthallen. Darüber hinaus gibt es 45 Galerien und Ausstellungshallen sowie 80 Kulturhäuser. Nur um etwas davon zu sehen benötigt man mindestens einen Monat.

Alleine für die Eremitage, der bestbesuchte und wohl international wichtigste Ausstellungskomplex mit einer immens grossen Sammlung der europäischen bildenden Kunst bis 1917 sowie die weltweit grösste Juwelensammlung, muss man ein Woche rechnen. Dazu kommen die tollsten Hotels, Restaurants, Geschäfte und Einkaufszentren. Letztere sind einfach gigantisch. Ich habe deshalb den Russen gesagt, ich verstehe gar nicht was sie am Westen so bewundern? Sie hätten doch alles und viel mehr. Da kommen mir die meisten Städte Europas und die der Vereinigten Staaten sowieso, wie Kuhkäffer vor.

Ich sagte zu ihnen, sie würden ihr Land völlig unterschätzen und das Ausland überschätzen. Wenn sie nach Europa und Nordamerika reisen würden, dort sehen würden wie die Wirklichkeit ist, kämen sie völlig enttäuscht zurück. Die einzige Stadt die mir als vergleichbar in den Sinn kommt wäre vielleicht Paris. Aber auch diese Kulturmetropole war einmal, ist abgewirtschaftet und verkommen.

Dann passierte etwas. Die positiv Einstellung der Russen gegenüber dem Westen änderte sich spätestens ab 2010. Es begann nämlich das Russland-Bashing in den Westmedien, die penetrante negative Darstellung der russischen Regierung und von Präsident Putin, was in der russischen Bevölkerung registriert wurde. Ein Höhepunkt dieser Verleumdungskampagne der Politiker und Medien gegen Russland passierte im Vorfeld zur Winter-Olympiade von Sochi Februar 2014.

Was wurde alles an Lügen über diese Veranstaltung erzählt. Die deutschen Medien haben sich dabei besonders ausfallend geäussert und nur schlechtes berichtet. Sie behaupteten zum Beispiel, Putin würde persönlich die streuenden Hunde der Stadt erschiessen, damit die Besucher sie nicht mehr sehen. Eine krasse Lüge. Ich war dort und habe die Hunde lebendig gesehen, sind mir nachgelaufen.

Die Kommentierung der Eröffnungsfeier im deutschen Fernsehen war eine Hasstirade nach der anderen. Statt über die Kunstdarbietungen und dem Sport zu berichten, ergossen sich die Kommentatoren in politischer Dreckschleuder. Ich habe danach einen Reporter der ARD in Sochi damit konfrontiert und ihm gesagt, sie wären unverschämte Lügner und keine Journalisten. Am liebsten hätte ich ihm eins in die Fresse gehauen.

Auf dem Olympiagelände in Sochi hatten die deutschen Autohersteller ihre riesigen Ausstellungsstände und priesen ihre Fahrzeuge "Made in Germany" an. Ein Russe sagte darüber zu mir: "Die Deutschen wollen, dass wir ihre Autos kaufen, aber gleichzeitig scheissen sie uns auf dem Kopf". Genau, sagte ich zu ihm. Ihr seid nur dafür gut genug.

Die Deutschen sollen mal ganz ganz ruhig sein, nachdem was sie den Russen im II. Weltkrieg angetan haben. Es sind ja "nur" 26 Millionen Russen dabei umgekommen. In Sankt Petersburg (damals Leningrad) sind in den fast drei Jahren Totalbelagerung durch die Wehrmacht über eine Million Einwohner mit Bomben und Granaten getötet worden oder durch Hunger elendig verreckt.

Wer hat Hitlers Kriegsmaschine besiegt und Europa vom Faschismus befreit? Es war die Sowjetarmee unter riesigen Opfern ... und nicht die feigen Amis, die gewartet haben, bis die Ostfront zusammenbrach. Die Westalliierten konnten die deutschen Städte aus der Luft bombardieren aber die Russen haben die Wehrmacht am Boden vernichtend geschlagen.

Der Westen hat Russland schon immer im Visier und will es klein kriegen und  erobern. Nicht zufällig inszenierten die USA den "Aufstand" in Kiew auf dem Maidan-Platz, während Russland als Gastgeber mit der Olympiade sich beschäftigte. Der Zeitpunkt für den Putsch wurde extra so gewählt, als Putin und die gesamte Regierung abgelenkt war.

Die legitime Regierung in Kiew wurde gewaltsam gestürzt, eine hörige Marionette Washingtons eingesetzt und die Ukraine in den westlichen Herrschaftsbereich einverleibt. Als Reaktion auf die anti-russischen Pogrome in der Ukraine haben dann die Bewohner der Krim mit über 90% bei einer Volksabstimmung sich für den Anschluss an die Russische Föderation entschieden.

Dann ging die Hetze gegen Russlands in den Westmedien so richtig los. Russland hätte die Krim annektiert, russische Panzer und Soldaten wären in die Ukraine eingedrungen. Alles Lügen und Falschmeldungen. Washington unter Obama hat dann Sanktionen gegen Russland als "Strafe" verhängt, welche die Europäer und besonders die gehorsamen Deutschen ebenfalls umsetzten.

Der Gipfel der falschen Beschuldigungen war dann Russia-Gate, die Behauptung, Moskau bzw. Putin hätten die Präsidentschaftswahlen 2016 zu Ungunsten von Hillary Clinton manipuliert. Die Sanktionen wurden noch mehr verschärft. Für die Westmedien ist es kein Widerspruch, dass Trump noch schärfer und noch aggressiver vorgeht als Obama.

99% der US-Medien brachten nur noch ein Thema, Russland wäre der Böse und hätte Trump ins Weisse Haus gebracht. Egal welchen Sender man einschaltete, es hiess nur noch "Russia, Russia, Russia..." wäre an allem schuld, könnte sogar den Strom abstellen und ganz Amerika würde frieren und im Dunklen sitzen.

Parallel dazu wurden über die Jahre immer mehr Soldaten und Kriegsgerät unmittelbar an die Grenze zu Russland verlegt, die NATO expandierte nach Osten. Die russische Bevölkerung änderte seine Meinung über den Westen, erkannte immer mehr, wer der wirkliche Aggressor und Bösewicht auf der Welt ist.

Das paradoxe ist (oder auch nicht), die Sanktionen haben Russland gestärkt, haben die Wirtschaft des Landes angekurbelt und Moskau hat entschieden, sich so unabhängig wie möglich vom Westen zu machen. Den Russen geht es gut, die tollsten Infrastrukturprojekte werden im höchsten Tempo realisiert. Die fast 20 km lange Brücke übers Meer zur Krim in nur zwei Jahren fertiggestellt.

Die Russen haben sich von einer bedingungslosen Anbetung des Westens zu einer sehr skeptischen Einstellung, ja fast ablehnenden Haltung, gewandelt. Sie haben erkannt, der Feind sitzt im Westen und will nichts gutes für Russland. Ganz neue Freundschaften und Allianzen haben sich gebildet, mit China, Iran, Indien, Syrien, Türkei und den südamerikanische Staaten.

Russland hat systematisch seine Auslandskredite abgebaut und ist heute praktisch schuldenfrei. Es wurde in grossen Mengen Gold gekauft und die Dollarbestände verringert. Der Rubel ist grösstenteils mit Gold gedeckt. Auf der anderen Seite bekommen die Russen immer mehr mit, wie Europa und Amerika wirtschaftlich, kulturell und moralisch ständig abbaut.

Viele Russland-Deutschen, die vor und nach der Perestroika nach Deutschland ausgewandert sind, wollen wieder zurück, oder sind schon wieder nach Russland zurückgekehrt, weil sie den Werteverfall und den Selbstmord, den die westliche Gesellschaft begeht, nicht mehr aushalten. Sie sind völlig enttäuscht vom Westen ... auch die Russen selber sind es.

Die russischen Medien zeigen ihnen statt wie vorher ein Paradies, jetzt wie der Westen wirklich ist, wie dieser ins Chaos verfallen ist. Sie sehen die Armut, die Dekadenz, der krasse Unterschied zwischen den Armen, die immer mehr werden, und den Reichen, den Multimilliardären. Das es keine Demokratie gibt, diese nur eine Show ist, und keine freie Meinungsäusserung, eine die nur vorgegaukelt wird.

Die europäischen und amerikanischen Politiker und Medien haben es in den letzten Jahren geschafft, aus einer positiv gesinnten russischen Bevölkerung eine skeptische und sogar ablehnende zu machen. Wie idiotisch und kontraproduktiv ist das denn. Russland ist stärker und selbstbewusster denn je und hat mit China enge wirtschaftliche und militärische Beziehungen geknüpft.

Überhaupt haben sich die rohstoffreichsten und bevölkerungsreichsten Länder der Welt gefunden, mehr und mehr kleinere Länder wenden sich von der Arroganz und Kolonialmentalität des Westens ab. Der Osten gewinnt an Einfluss und der Westen verliert ihn. Die EU und Amerika sind auf dem absteigenden Ast, sind völlig unglaubwürdig geworden, stehen wie der König ohne Kleider da.

Der G7 ist eine nutzloser Leerlauf-Verein, hat jeglichen Einfluss verloren. Es kann sogar sein, die Türkei wird die NATO verlassen. Erdogan, Rohani und Putin haben sich gerade wieder in Ankara getroffen und schmieden Allianzen, bestimmen was im Mittleren Osten passiert. Das Totalversagen der US-Luftabwehr und dass die USA seinen Alliierten Saudi-Arabien nicht verteidigen kann, ist eine riesen Blamage.

Der am meisten respektierte Staatsmann auf dieser Welt ist ganz eindeutig Waldimir Putin. Trump, Merkel, Macron, Johnson etc. sind Witzfiguren, die man nicht ernst nehmen kann. Die westlichen Industrieländer laufen in eine Rezession, Deutschland ist bereits dort angekommen. Das zombihafte Finanzsystem steht kurz vor dem Zusammenbruch.

Der letzte Versuch der Zentralbanken, den klinisch toten Patienten zu retten, ist mit den Minuszinsen und noch mehr Geldflutung eingeleitet worden. Was die Sowjetunion vor 30 Jahren erlebte, den völligen Kollaps der staatlichen Ordnung, das Verschwinden des Sozialnetzes, der Verlust der Arbeitsplätze und Wertlosigkeit der Währungen, kommt auf den Westen zu.

Die Vampire der Finanzkriminellen haben es bald geschafft, den letzten Tropfen Blut aus der arbeitenden Bevölkerung zu saugen. Die "Gilets jaunes" sind am Samstag wieder massenweise in Frankreich auf die Strassen gegangen und die Proteste gehen jetzt erst richtig los. Die amerikanische Gesellschaft ist so tief gespalten, ein Bürgerkrieg kann durchaus stattfinden.

Das kriegen die Russen alles mit und sind froh, in einem Land zu sein, dass eine gute Zukunft hat. Selbstverständlich ist nicht alles rosig aber Russland ist auf dem richtigen Weg, hat erstaunlich vieles erreicht und hat durch seine Abnabelung vom Westen sehr positive Aussichten. Siehe was die russischen TV-Zuschauer vor einigen Tagen über die Zustände in Los Angeles gesehen haben:

"Was ist aus dem amerikanischen Traum geworden?"

Menschen die am Strassenrand in Zelten hausen, Ratten die Seuchen verbreiten, überall Müll, menschliche Extremente und haufenweise Spitzen der Drogenabhängigen.



Wie der amerikanische Satiriker George Carlin mal sagte:

"The reason they call it the American Dream is because you have to be asleep to believe it."

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